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Dieser Blog-Post (und diese Podcastfolge) könnte auch einen anderen Titel tragen, nämlich: Wie ich durch einen Streit mit Matthias mehr über mich selbst lernte und diese Erkenntnis mir hilft, mich im Anforderungs-Strudel von Job und Familie nicht zu verlieren und meine Selfcareroutinen beizubehalten. Ganz schön lang, ich weiß 😅 Also fangen wir an:

Neulich hatte ich einen Streit mit Matthias. Wir hatten eigentlich einen gemütlichen Fernsehnachmittag miteinander verbracht. Wir lagen im Bett und ich habe irgendetwas gesagt, was Matthias gestört hat. Er drehte sich weg von mir und kündigte an, jetzt lesen und danach schlafen zu wollen. 

“Ich wurde sofort wütend!”

Rückzug! Ich hasse Rückzug! Und ich wurde sofort wütend. Aber anstatt wie sonst auf ihn loszugehen, ihn zu fragen, was denn jetzt eigentlich los ist und ihn mit meinen Coaching-Fragen in die Ecke zu drängen, hielt ich kurz inne. Eigentlich liegt hinter dem Gefühl “Wut” oft etwas ganz anderes. Das weiß ich. Was ist es bei mir? Ich bleibe still. Und forsche. Ich weiß, es gibt da bei mir so eine Tendenz: Wann immer ich mich zurückgestoßen oder verlassen fühle, plustere ich mich auf. Ich schieße mit meinem Fokus sofort auf die andere Person, statt bei mir zu bleiben. Aber nicht heute. Heute bleibe ich bei mir. Ich fühle mich zurückgestoßen, traurig, irgendwie verletzlich und verwirrt. So ganz genau weiß ich eigentlich gar nicht, was los ist. Ich bin noch nicht so geübt darin, das Gefühl hinter der Wut zu spüren. Und während ich fühle, überlege ich, wie ich mir jetzt das geben könnte, was ich brauche. Wie ICH es mir geben könnte! Nicht er! 

Denn tatsächlich hab ich genau das bisher nur selten gemacht. Meistens bin ich auf ihn losgegangen, entweder wütend oder mit meinen Coaching-Fragen, damit ER mir das gibt, was ich brauche. Ich hab also so getan, als ging es um ihn, aber eigentlich ging es um mich. Auch nicht gerade fein, eigentlich …

Interessant ist, wie sich die ganze Konflikt-Dynamik sofort änderte. Im Vergleich zu dem, wie es sonst abgelaufen wäre. In dem Moment, in dem ich mich mir selbst zuwandte, brach ich das bekannte Muster. Und interessanterweise, wandte sich Matthias fast sofort jetzt mir zu. Was denn jetzt mit mir los sei? Ich erzählte ihm ganz offen, dass ich mich irgendwie zurückgestoßen und traurig fühle und selbst nicht so genau wisse, was los sei. Und er? Er nahm mich in den Arm. Irre! Weil ich ihm seinen Raum gelassen hatte, konnte er viel besser auf mich zugehen, konnte er viel besser für sich entscheiden, wie er sein möchte.

Was brauche ich? Und wie kann ich dafür sorgen?

Aber zurück zu den Selfcareroutinen. Es ist für uns so wichtig bei uns zu bleiben. Zu schauen, was brauche ich? Was kann ich für mich tun, damit es mir gut geht? Wann möchte ich ins Bett gehen, damit ich am nächsten Morgen gut in den Tag starte? Wie möchte ich in den Tag starten? Was möchte ich essen?

Ich hatte oft so einen Frauen-Glaubenssatz von “Ich muss immer zur Verfügung stehen” und bin deshalb ungesunde Kompromisse eingegangen. Aber, weißt Du was?! Eigentlich ist das auch den anderen gegenüber nicht fair. Denn wenn wir nicht gut für uns selbst sorgen und denken “Ich kann das nicht, weil mein Mann das nicht will.” Oder: “Ich hab keine Zeit wegen der Kinder”. Dann kreieren wir  ein Szenario, bei dem wir wegen der anderen nicht das bekommen, was wir brauchen. Und dieser Vorwurf schwingt mit – in unserem täglichen Miteinander und in Konflikten. Ganz schön gemein von uns, oder? Den anderen etwas vorzuwerfen, was sie nie von uns verlangt haben?

Es ist für uns und für alle um uns herum wichtig, dass wir uns selbst an erste Stelle setzen. Dass wir wissen, was wir brauchen. Und, dass wir dafür sorgen, dass wir das bekommen. Denn wir allein sind dafür verantwortlich.

Beispiel Familienessen. Viele unserer Kursteilnehmer stoßen an die gleiche Grenze. Sie möchten die ayurvedischen Prinzipien in ihren Alltag integrieren, aber die sind hier und dort nicht kompatibel mit den Gewohnheiten und Vorlieben der anderen Familienmitglieder. Ich zum Beispiel liebe gesundes Essen. Mir ist das viel wichtiger als Matthias oder  den Kindern, die essen auch gerne mal Pizza oder Nudeln. 

Ayurveda Essen für die ganze Familie – Synthesen finden

Was machen wir also? Wir versuchen Synthesen zu finden. Für mich war das nicht immer leicht für meine eigenen Bedürfnisse einzustehen. Einfach nur für mich selbst etwas kochen? Das geht so richtig eigentlich erst, seit ich einige Erkenntnisse dazu auf meiner Panchakarma Kur in Indien hatte. Wenn Matthias und die Kinder sich jetzt eine Pizza in den Ofen schieben, denke ich nicht mehr, “ist doch so ungesund”. Sondern ich denke: Cool, dann mache ich mir heute mal Fenchel, den mag außer mir sowieso keiner und ich habe da heute total Lust drauf. Oder wir kochen modular. Ich koche Nudeln, Tomatensauce und Gemüse und jeder isst in der Zusammensetzung, wie er es gerne mag und braucht.

Irre also, dass meine Erkenntnis für Konflikte und Selfcare-Routinen gilt: Lass uns bei uns bleiben, auf unsere Bedürfnisse schauen und niemanden anderen als uns selbst dafür verantwortlich machen, dass unsere Bedürfnisse erfüllt werden. 🙂

Sorg gut für Dich,

Deine Dana 

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Dieser Artikel ist die Kurzfassung von einem Podcast. Die gesamte Podcastfolge kannst du hier nach hören: 

Achtung, heute wird’s persönlich. Ich hatte Geburtstag und meine wichtigsten Erkenntnisse aus meinem vergangenen Lebensjahr möchte ich heute mit Dir teilen. Dieser Artikel ist die schriftliche Kurzfassung einer Podcasstfolge für alle, die gerne lesen. Du hörst lieber? Dann scroll runter und hör dir den ganzen Beitrag an.

Ein sehr besonderes Lebensjahr liegt hinter mir. Meine 7 wichtigsten Erkenntnisse teile ich heute mit Dir.

1. Innere Systeme rebellieren massiv, wenn Veränderung droht. Oder, warum Du immer auf Dein Gefühl hören solltest, außer manchmal …

Mein 41. Lebensjahr begann für mich damit, dass ich etwas für meine Gesundheit tun wollte. Etwas, was ich nie zuvor getan hatte. Ich hatte mir drei Wochen Auszeit von Familie und Business eingeräumt und flog im November 2019 nach Indien zu meiner ersten Panchakarma Kur. 

Nie zuvor war ich solange von meinem Mann Matthias getrennt gewesen. Von meinen beiden Kindern (damals 9 und 13) ganz zu schweigen. Und was soll ich Dir sagen?! Mein ganzes System lief Amok! Es ist mir so schwer gefallen, loszulassen. Schon wochenlang vor meiner Abreise schlief ich schlecht. Mich plagten Alpträume: “Was, wenn mein Flugzeug abstürzen würde?” Was wenn dies? Was wenn das? Und vor allem: “Was wenn ich meine Familie nie wieder sehen würde?” Völlig irrationale und tiefliegende Ängste wurden hochgespült und mein mental-emotionales System war vollkommen durch den Wind. Zuhause gab es viel Streit. Und auch körperlich machte sich mein Durcheinandersein und all der Widerstand bemerkbar. Ich lagerte Wasser ein und nahm zu. Schwach und gesundheitlich angeschlagen fühlte ich mich ohnehin schon den ganzen Sommer, das war schließlich der Grund, warum mein Arzt mir dringend eine Panchakarma Kur empfohlen hatte.

Als meine Familie mich am Flughafen verabschiedete, brachen alle Dämme. Ich weinte und weinte. Drei Packungen Taschentücher reichten nicht aus. Alleine am Gate, fiel alles von mir ab. Und eine große Stille und innerer Frieden bereitete sich aus. Ich hatte es geschafft. 

2. Wir ziehen uns Rollen an wie Kostüme und bauen uns damit unseren Käfig selbst. Oder davon, wie wertvoll es ist, mal nur wir selbst zu sein.

In Indien, im Sitaram Beach Ressort,  hatte ich viel Zeit und Raum, die Dinge mit Abstand zu betrachten. Schnell wurde mir klar, es tut so gut mal ohne Rollen zu sein, nicht Mutter, nicht Ehefrau, nicht Unternehmerin, nur ich – Dana. Und mir wurde klar, wie sehr ich mich in Rollen und Verbindungen verstrickt hatte, die ich so nie bewusst gewählt hatte. Ich war als Mutter wie ein unbewusster Teil von mir annahm, dass eine gute Mutter zu sein hätte. Ich war als Ehefrau so, wie ganz alte Glaubenssätze mir weismachen wollten, dass eine Ehefrau zu sein hätte. 

Ich hatte mich für andere verbogen. Und zwar nicht – das ist wichtig ! -, weil irgendjemand das von mir verlangt hätte. Sondern ich ganz allein hatte mir diese Rollen wie einen Anzug angezogen. Ich habe mir meinen Käfig selbst gebaut. Mehr dazu schreibe ich übrigens in meinem Buch Made for more. In Indien war ich frei davon. Und konnte zum ersten Mal hinterfragen, wie ich, Dana wirklich sein möchte. Und was ich, Dana eigentlich wirklich brauche. 

3. Wenn sich unsere Innenwelt ändert, ändert sich alles. Egal, was im Außen ist. Oder warum Du in Deinem Inneren ansetzen solltest, um wirklich etwas zu verändern.

Nach drei Wochen Indien kam ich zurück – mitten in den Vorweihnachtstrubel. Wir bereiteten den Geburtstag von Matthias vor, wir feierten Weihnachten, Sylvester. Langsam kam ich wieder im Business an. Bei einem der ersten Teammeetings traf mich eine Erkenntnis wie ein Blitz: Bei unserer Teamrunde, bei der jeder erzählt, wie es ihm geht, war der Tenor einhellig: Alle wünschten sich mehr Zeit. Und zum ersten Mal in meinem Leben dachte ich: Ich nicht! Wie krass! Ich hatte immer gedacht zu wenig Zeit zu haben, für all das, was ich machen will. Jetzt nach Indien nicht mehr. Zum ersten Mal fühlte ich aus tiefstem Herzen: Ich habe genug Zeit! Und dabei hatte sich an der Länge meiner To-Do-Liste nicht verändert. In meinen Außen war alles gleich. Nur mein inneres empfinden war anders. Ich hatte genug Zeit. Und wenn für etwas auf meiner To-Do-Liste heute keine Zeit mehr war, dann würde ich es eben morgen machen. Oder gar nicht. Mein innerer Zustand, in den ich mich selbst gebracht hatte, war anders. Und veränderte alles.

4. Verändert sich einer, müssen sich auch alle anderen verändern. Oder: Warum Familien wie ein Puzzle sind.

Und dann ging der Prozess los. In Indien hatte ich mich in Mammut Schritten weiterentwickelt. Ich kam verändert zurück und passte wie ein verändertes Puzzleteil nicht mehr in das Familienpuzzle. Und natürlich wollte ich mich nicht nur wieder einfügen, sondern auch etwas mit einbringen von meinen Erkenntnissen.

Ich rasselte mit Matthias aneinander. Und das nicht nur ein bisschen. Vor Indien hatte ich mich häufig zur Verfügung gestellt. Für meine eigenen Bedürfnisse und Wünsche war ich nicht eingestanden. In dem Moment, wo ich das änderte, konnte das nicht still und heimlich geschehen. Sondern Matthias musste sich mit verändern.

Klar, dass so etwas nicht leicht und reibungslos passiert. Konflikte, Gespräche und ein Neujustieren waren notwendig. Weiterentwicklung eben, auch in der Paarbeziehung.

5. Was passiert, wenn mein Mann nicht da ist? Oder: Davon, wie wertvoll es ist, Input und Outcome einer Beziehung zu untersuchen

So wie ich im Herbst alleine drei Wochen auf Panchakarma Kur war, wollte auch Matthias eine Zeit für sich, seine Gesundheit und seine Weiterentwicklung nutzen. Im frühen Sommer fuhr er zu einer Panchakarma Kur ins Ayurveda Parkschlösschen in Traben Trabach. 

Mit mir machte das zweierlei. In den ersten Tagen, merkte ich sofort, wie gut mir das tat, wie viel besser ich entspannen konnte. Und sofort wurde mir klar: Scheinbar betrachtete ich Matthias nicht als selbständigen, vollwertigen Menschen an meiner Seite. Sondern als jemanden, um den ich mich kümmern muss. Upsss. Hatte ich mich gedanklich über ihn gestellt? Betrachtete ich mich als diejenige, die sich um alles kümmern muss? Und wollte ich so ein Denken nicht schon vor Jahren abstellen?

Als nächstes passierte dann folgendes. Ich stürzte mich in Vata-Dana-Manier kopfüber in die Arbeit, überforderte mich bis zum Äußersten. Und mir wurde klar: Ich nutze Matthias so sehr für meine Stabilität! Ich investiere nicht nur in unsere Beziehung, in dem ich ganz viel mache, sondern ich profitiere so sehr von ihr, weil Matthias mir so viel Sicherheit und Stabilität gibt.

Ich kann Dir das nur empfehlen. Es ist so wertvoll, Deine Beziehung auf Invest und Outcome zu untersuchen. Gerade wir Frauen neigen dazu, im Alltag nur auf unser Invest zu schauen und mäkelig zu werden. Dabei ist es so wertvoll zu schauen, was wir bekommen. 

 

6. Weiterentwicklung in turbulenten Business Zeiten und die Frage, was habe ich damit zu tun. Oder: Davon, wie wertvoll es ist, sich selbst als Schöpfer seines Lebens zu betrachten

Und zu guter letzt wurde es in meinem letzten Lebensjahr auch noch in unserem Team wirbelig. Unsere Trainerin Sonja beschloss, voll für ihr eigenes Business zu gehen und nicht mehr für Ichgold zu arbeiten.Nun versuche ich selbst zu beherzigen, was wir auch in unseren Kursen immer wieder lehren: Stell Dich nicht nur auf den Opferstandpunkt, sondern betrachte Dich selbst als Schöpfer Deines Lebens. Oder anders gesagt. Stell Dir die Frage: Zu welchem Zweck hast Du Dir das denn erschaffen? Ich reflektierte, ich grub tief in meiner Vergangenheit und ich kam zu einem – wenn auch für mich unangenehmen – Ergebnis. Ich entdeckte in mir einen Tendenz, Menschen in meinem Umfeld in Unselbständigkeit zu halten, um selbst entscheiden zu können. Wenn ich ganz ehrlich zu mir war, hatte ich mich in meiner Vergangenheit oft so benommen, als wollte ich eigentlich niemanden an meiner Seite haben, um dann alleine glänzen zu können. 

Eine nicht so schöne Erkenntnis. Aber das Gute ist: Wenn sie erstmal im Bewusstsein ist, können wir etwas verändern. Ich versuche also seitdem, aus diesem alten System hinauszuwachsen. Im Business und auch in meinem Privatleben. Schritt Eins dafür ist immer, das Gewesene anzuerkennen. Und so habe ich mich bei allen, die ich mit meinem System, beschnitten habe, entschuldigt. Und versuche nun, andere mehr zu ermächtigen und sie an meiner Seite zuzulassen.

7. Üben, üben, üben. Oder: Wer einen starken Partner will, muss das auch zulassen.

Das Verrückte ist ja:

Ich wollte immer einen Mann, an dessen Schulter ich mich anlehnen kann, der stark ist und mich hält. Der mir die Tür aufmacht. Aber schon vor vielen Jahren ist mir bewusst geworden, dass es schwer für jeden Mann ist, mir die Tür aufzuhalten, wenn ich immer schon an der Klinke stehe. 

Jetzt ist mir klar geworden, dass es irgendetwas in meinem System mich glauben lässt, dass ich vorne, allein an der Spitze und mit alleiniger Verantwortung sicher bin. Deshalb habe ich auch in meinem Privatleben Matthias oft in Unselbständigkeit gehalten. Insgeheim wollte ich alles alleine steuern. Und mit dieser Erkenntnis gehe ich nun um, in dem ich bewusst versuche, gegenzusteuern. Sobald ich merke, dass ich pieksig oder herrisch werde, frage ich mich, was ist hier eigentlich los. Warum ziehe ich mir gerade einen Schutzpanzer an, der mich herrisch werden lässt.Was will ich gerade nicht zeigen, was sind Tränen, die eigentlich raus wollen. Und dann übe ich ganz bewusst, mich auch klein und verletzlich zu fühlen, es zuzulassen und zu zeigen.

Und so bringe ich auch Matthias in die Kraft, dass er so sein kann, wie ich mir meinen Mann doch eigentlich immer gewünscht habe. Klar, wir üben noch … Und klar, es fühlt sich erst mal wie ein Risiko an. Aber es lohnt sich.

 

Dieser Artikel ist die Kurzfassung von einem Podcast. Die gesamte Podcastfolge kannst du hier nach hören: 

INTERVIEW. Andrea Morgenstern ist Coach, Spiritual Mentor, Autorin, und Podcasterin. Ihr Ziel ist es, Frauen vom eigenen Kopfzirkus zur inneren Freiheit zu führen. Aus ihrer eigenen Geschichte, weiß sie, dass ein glückliches Leben möglich ist, egal, wie schlecht die Umstände dafür scheinen. Sie selbst wuchs in einer Familie mit Alkoholproblemen auf und wurde als junge Erwachsene sexuell missbraucht. Mehr als 20 Jahre lang quälten sie schlimmste Migräne und Schmerzen. Heute weiß sie, dass loslassen ein Schlüssel für Lebensqualität und Heilung ist und möchte genau das weitergeben. Für meinen Podcast “Da ist Gold drin” traf ich Andrea zum Interview. 

 

Andrea, wie bist Du dorthin gekommen, wo Du heute bist?

Andrea: Ich hatte eine schwierige Kindheit. Mein ganzes Umfeld war von Alkoholismus geprägt. Sicherheit und Geborgenheit, all das, was für ein Kind das wichtigste ist, habe ich nicht erfahren. Ich habe darauf mit chronischer Migräne reagiert. Schon als 6-Jährige hatte ich so starke Schmerzen, dass ich rund zehn Tage im Monat, nur mit dem Kopf auf den kühlen Fliesen gelegen und geweint habe. Später nahm die Migräne noch mehr Raum ein und brachte mich an den Rand der Verzweiflung und an den Rand der Arbeitsunfähigkeit.

Schon als Kind habe ich gebetet: “Bitte, zeig mir, warum ich diese Schmerzen habe. Ich verstehe es nicht.” Über 20 Jahre hat die Migräne mich begleitet. Ich habe so viele alternative Heilmethoden ausprobiert. Und erst auf Bali, wo ich seit einigen Jahren lebe, fand ich die Lösung. Ich rannte von Heiler zu Heiler und alle sagten das gleiche zu mir: “Du bist gesund. Es ist Dein Schmerzgedächtnis.” 

 

Ich stellte mir die Frage, was hat mir die Migräne gebracht?

Irgendwann habe ich versucht zu sehen, was die Migräne, was diese unerträglichen Schmerzen, mir bringen. Und ich habe verstanden, dass ich die Migräne gebraucht habe, um mich zurückzuziehen. In meiner Kindheit war das wie ein Schutz. Und später war Rückzug immer noch etwas, das ich mir selbst viel zu wenig gestattet habe. Ich war immer so extrovertiert. Und habe meine introvertierte Seite nie gelebt.

Mit dieser Erkenntnis und einer Art Dankbarkeit für die Migräne ging es bergauf. Ich wusste sofort, dass ich mich heilen möchte und meine Erfahrung an andere weitergeben möchte. Noch am gleichen Abend tippte ich den Titel meines Buches in ein Word-Dokument „Ich suchte Heilung und fand mich selbst”.

Und meine Migräne wurde von diesem Moment an Monat für Monat weniger … Heute bin ich gesund, glücklich und habe so ein gutes Leben, ohne dass es irgend etwas von außen braucht.

 

War Loslassen für Dich die Lösung? Und vielleicht kannst Du einen Tipp geben, wie wir loslassen können?

Andrea: Ich glaube tatsächlich, dass anerkennen und loslassen extrem wichtig für ein glückliches Leben sind. Das begegnet mir immer wieder, auch bei meinen Kundinnen. Oftmals müssen wir erst verstehen, dass “anerkennen” der erste Schritt ist. Erst, wenn ich anerkenne, kann ich loslassen. Und anerkennen bedeutet für mich, nicht ständig in den Gedanken festzuhängen, dass es anders hätte sein sollen. Als ich sexuell missbraucht wurde, war es für mich, essentiell wichtig, anzuerkennen, dass es so war. Anstatt immer zu denken, das hätte nicht sein sollen. Und, Achtung, das ist ein wichtiger Unterschied: Anerkennen, was war, bedeutet nicht zustimmen! Das verwechseln wir oft und deshalb fällt es uns so schwer. Ich kann anerkennen, dass etwas war und es trotzdem nicht gut finden. 

 

Heilung hat auch mit Vertrauen zu tun

 

Wir finden wir Frieden mit dem, was war? 

Andrea: Ganz wichtig ist, dass wir Zugang zu unseren Gefühlen finden. Wir müssen lernen, die Gefühle zuzulassen und die Erfahrung machen, dass es sicher ist,  das Gefühl heute zu fühlen, uns passiert nichts. Erst dann kann Heilung einsetzen.

Außerdem ist es wertvoll anzuschauen, wozu das, was war, uns vielleicht gedient hat.

Und es ist wichtig zu vertrauen. Auch wenn es schwierig ist. Ich stehe auf dem Standpunkt: Anscheinend war es wichtig für mich, diese Erfahrung zu machen.

Am Ende geht es immer darum, nicht im Kampf zu sein mit der Erfahrung, die wir gemacht haben. Menschen genau darin zu unterstützen ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit.

 

Kann man mit jeder Erfahrung Frieden finden?

Andrea: Ich persönlich glaube, dass das möglich ist. Ich möchte aber auch einfach nicht aus dem Leben gehen, und denken, dass irgendetwas, von dem was mir passiert ist, falsch war. Das stelle ich mir sehr, sehr traurig vor.

 

Und welche Rolle spielt Spiritualität in Heilung?

Andrea: Spritualiät und Glaube ist hilfreich. Bei mir hat es eine große Rolle gespielt. Aber der Fokus muss nicht auf Spiritualität liegen, damit Heilung möglich ist.

 

Ein großer Teil der Heilung von der Du sprichst, ist das Zulassen von Gefühlen und das Aufhören zu kämpfen. Welche Rolle spielt die Inhaltsebene, also zum Beispiel sich gut um sich selbst zu kümmern beispielsweise mit gesunden Routinen?

Andrea: Für mich war Selfcare am Anfang sehr wichtig. Um mich von meiner Migräne zu heilen, habe ich es mir zu einem echten Teilzeit-Job gemacht, dafür zu sorgen, dass es mir gut geht. Bis 12 Uhr Mittags habe ich mich nur um mich gekümmert. Stundenlang habe ich Yin Yoga praktiziert, meditiert, visualisiert, in mich rein gespürt. Das war für mich extrem wichtig.

 

Lieben ist nur für Mutige!

 

Heilung ist ein innerer Prozess zu. Aber Du bist auch nach außen gegangen.  Braucht es da viel Abgrenzung?

Andrea: Ich denke es ist wichtig, dass wir erstmal einen Raum schaffen, in dem wir in uns hineinspüren und uns um das eigene Innere kümmern. Und dann können wir damit auch nach außen gehen. 

Hast Du passend zum Thema Abgrenzung auch noch einen Gedanken zu Partnerschaft und Familie?

Andrea: Ich sage immer, Familie ist die Königsdisziplin, in Partnerschaft können wir üben. (lacht) Gerade deshalb ist eine Beziehung auch nicht nicht immer leicht und lustig. Uns muss klar sein, dass auch der andere seine Themen hat. Aber wir üben zusammen. Uns immer wieder in unsere persönliche Mitte zu bringen, ist die Voraussetzung dafür, dass wir uns  immer wieder neu begegnen können. Aber Partnerschaft können natürlich auch weh tun.  Lieben ist nur für Mutige 🙂 !

 

Dieses Interview ist die Kurzfassung von einem Podcastinterview. Die Podcastfolge kannst du hier nach hören: 


Du kannst uns auch bei unserem Gespräch zusehen. Unser Video-Gespräch:
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Der Corona-Virus fegt über die Welt wie ein Waldbrand. Keiner will, dass es brennt. Ausser einige. Wusstest Du, dass es Pflanzenarten gibt wie den australischen Grasbaum, der Rauchgase benötigt um seine Samen zu öffnen? Oder eine Nordamerikanische Tannenart, deren Borke Feuer übersteht und sich erst nach dem Brand gegen größere Bäume durchsetzen kann? Es gibt sogar Tiere, die Brände brauchen. Man kennt 40 Insektenarten, deren Larven sich zum Beispiel nur in frisch verbranntem Holz entwickeln. Und tatsächlich ist es so, dass die Asche wie Dünger für die Waldböden ist und nach kurzer Zeit neue, kraftvolle Natur entsteht.

Ja, sie sieht dann anders aus. Die Natur muss sich neu sortieren und fängt in einigen Bereichen von vorne an. Aber es bietet eben auch genau diese Möglichkeit: sich neu zu sortieren.

Was, wenn der Corona Virus uns genau das ermöglicht? Was, wenn wir als Menschheit es nicht geschafft haben, uns neu zu sortieren, obwohl wir mit 180 Sachen auf dem Weg waren, gegen die Wand zu steuern? Was, wenn das Universum dafür sorgt, dass alles in Balance ist und uns dabei hilft, uns neu zu sortieren? Was, wenn wir in unseren Gewohnheiten zu festgefahren waren, um verantwortungsbewusst weniger zu fliegen, nachhaltiger zu produzieren und um Mutter Erde wieder aufatmen zu lassen? Was, wenn wir uns durch den Fortschritt der Technik in den letzten Jahren eher entzweit haben und vergessen haben, was Nächstenliebe und wirkliche Nähe und Austausch ist? Was, wenn wir einfach zu verbohrt waren um das, was es zu tun gilt, zu tun?

Was, wenn das Universum uns mit Corona zur Hilfe eilt?

Was, wenn das Universum uns mit Corona zur Hilfe eilt? Wir alle haben verlernt, unsere Grenzen zu spüren. Wir sind so gut darin geworden uns abzulenken, man könnte sogar sagen, uns zu betäuben, ohne es mitzubekommen. Netflix, Social Media, 24/7 im Hustle-Modus, höher, schneller weiter. Gleichzeitig verlieren wir immer mehr wahre Verbindungen. Fühlen uns einsam, leer, uns fehlt der Sinn und tiefe Verbindungen zu anderen. Wir stopfen Schokolade, Chips oder das gepflegte Glas Wein am Abend in uns hinein, weil wir verlernt haben mit unseren Gefühlen umzugehen und gut für uns zu sorgen. Wir werden als Menschheit, trotz immer besserer Medizin, immer kränker.

Was, wenn das Universum jetzt denkt: Wenn sie es selbst nicht hinbekommen, dann muss ich eben eingreifen. Was, wenn Corona uns als Menschheit ermöglicht aufzuwachen? Was, wenn das die ultimative Möglichkeit ist, mal inne zu halten und zu überprüfen, ob der Weg auf dem wir uns befinden wirklich der Richtige ist? Was, wenn Corona uns ermöglicht, uns wirtschaftlich neu zu sortieren? Wenn wir, statt alles zu globalisieren, wirklich wieder anfangen, lokal zu denken? Wenn “support your local” nicht nur eine ideologische Bewegung, sondern eine handfeste Lösung für unsere Wirtschaft ist? Was, wenn wir durch Ausgangssperren die schwelenden Konflikte zuhause endlich ansprechen müssen? Was, wenn durch das Schützen der Risikogruppen aus einer eso-spiri Idee von “wir sind alle Eins” ein kollektives Bewusstsein entsteht, dass wir füreinander und miteinander leben, anstatt gegeneinander und jeder isoliert für sich?!

Stell Dir vor, der Corona-Waldbrand fegt über die Erde… was kann alles positives daraus entstehen? In unseren täglichen Meditationen, die ich aktuell unter dem Hashtag #washyourhandsandmeditate kostenlos anbiete, haben wir vor ein paar Tagen ein Gedankenexperiment gemacht. Stell Dir Dich selbst heute in zwei Jahren vor. Stell Dir vor, wie es Dir geht und wie Dein Leben aussieht. Blicke zurück und mach Dir ein Bild davon was alles auf dem fruchtbaren Waldboden gewachsen ist…

Was wird aus dieser Grube hervorgehen?

Wem bist Du jetzt näher als zuvor? Welche Beziehungen sind Dir wichtiger geworden? Was durfte im Feuer gehen? Welche Idee, welcher Weg ist daraus entstanden, weil beides auf einmal Platz zum Atmen hatten, jetzt wo die verkrusteten alten Bäume abgebrannt waren?

Die aktuelle Zeit ist für viele eine dunkle Grube in unserer persönlichen und auch in der globalen Geschichte der Menschheit. Aber was wird aus dieser Grube hervorgehen? Werden wir flexibler arbeiten können, da auch diejenigen, die sich bisher dagegen gesträubt haben, jetzt den Nutzen der Digitalisierung erkennen? Können wir unsere Arbeit flexibler gestalten und als Familien unsere Zeit leichter navigieren, weil die meisten jetzt auch im Home-Office arbeiten können? Werden wir authentischer sein, weil wir erkannt haben, dass ein gephotoshopter Instagram-Feed weder die Realität abbildet, noch uns in schweren Zeiten zur Seite steht? Authentische Freundschaften und Verbindungen hingegen schon. Werden wir unerbittlicher für unsere Träume einstehen und unseren eigentlichen Bedürfnissen nachgehen, weil wir erkannt haben, dass das Leben zu kurz ist, um Berufe auszuüben die wir nicht machen wollen? In Beziehungen zu sein, die uns nicht gut tun? An Orten zu leben, die unsere Lebendigkeit einschränken…?

In dieser Krise steckt so viel Potenzial

Ja, wir stecken in einer Krise. Und doch steckt wie in jedem Waldbrand so viel Potenzial darin. Noch kannst Du es vielleicht nicht sehen? Aber vertraue darauf, dass auch in Deinem Garten fruchtbarer Boden entsteht. Du hast noch nicht den Schimmer einer Ahnung, was noch alles in Dir steckt. Wieviel verborgenes Potenzial, Ideen und Fähigkeiten in Dir sich darauf freuen, dass alte verkrustete Gewohnheiten und begrenzende Glaubenssätze endlich wegbrennen und Deine Lebendigkeit zum Vorschein kommen darf.

Vertraue darauf.
So funktioniert das Universum.
Aus jedem Waldbrand, in dem Altes gehen muss, entsteht fruchtbarer Boden…

Und wenn Du Lust hast, verbinde Dich jeden Tag mit dieser Energie. Dem Potenzial, der Ruhe und dem Vertrauen. Meditiere mit mir auf Instagram oder Facebook oder schaue es Dir später auf YouTube an. Und komm in unsere Facebookgruppe #washyourhandsandmeditate um Dich dort mit Menschen zu verbinden, die genau diese Vision gemeinsam stärken wollen.

Pass auf Dich auf.
Ich denk an Dich.
Deine Dana

Blick auf den Strand

Mein Zuhause auf Zeit

Lieblingsfrühstück

Öllampe

Farbenfrohe vegetarische Mahlzeiten

Sightseeing a taste of India Hindutempel

Selfie mit Tänzerinnen

Abschiedsfoto mit meinen beiden Ayurveda-Therapeutinnen

Angekommen im Paradies

Nach einem Nachtflug lande ich morgens in Trivandrum, der Hauptstadt von Indiens südlichstem Bundestaat Kerala und der Heimat des Ayurveda. Es ist 10:00 Uhr morgens und bereits 29 Grad als mich der Fahrer des Resorts am Flughafen in Empfang nimmt. Eine kurzweilige 30-minütige Autofahrt später – vorbei an geschäftigen, bunten Treiben auf den Straßen mit farbenfrohen Plakaten, Läden und Straßenständen, geschmückten Tempeln und Schulen, Palmen und tropischem Grün, stetig und laut hupenden Tuk-Tuks, Motorrädern und Autos – komme ich im Manaltheeram Ayurveda Resort an. Hier werde ich herzlich empfangen und kann direkt mein „Zimmer“ beziehen. Mein Zuhause für die nächsten 2,5 Wochen ist ein kleiner Bungalow mit palmenbedecktem Dach, einer Terrasse und Hängematte davor und Blick aufs Meer. Ich bin etwas müde vom Flug, aber überglücklich hier zu sein! Nach einer kleinen Stärkung im offenen Speisesaal mit Blick auf den tropischen Garten geht es für mich zur Arztkonsultation ins Ayurveda Zentrum. Dort erwartet mich ein langer Fragebogen und ein ausführliches Interview auf Englisch mit den beiden Ayurveda-Ärzten, die mich während meiner Reinigungskur betreuen werden. Beide nehmen sich viel Zeit, um sich ein genaues Bild von mir und meinem Gesundheitszustand zu machen. Neben der klassischen Pulsdiagnose, Untersuchung der Zunge, Augen und Gliedmaßen, muss ich auch eine Blut- und Urinprobe abgeben. Im Anschluss erhalte ich meinen individuellen Behandlungsplan und lerne meine zwei Ayurveda-Therapeutinnen kennen, die mich in den nächsten Wochen behandeln werden. Zusätzlich bekomme ich noch ein Infopaket mit einigen Hinweisen für die Kur und einen auf mein Dosha abgestimmten Essensplan.

Los geht’s mit Ayurveda

Meine ayurvedische Detox & Reinigungskur, Panchakarma die Königsdisziplin des Ayurveda, beginnt. Ab sofort stehen täglich 2-2,5 Stunden ayurvedische Behandlungen auf dem Programm: Fast jeden Tag eine wohltuende Kopf-, Rücken- und Ganzkörpermassage mit warmen Öl, oft 4-händig. Dann eine tagesspezifische Behandlung wie z.B. eine Kräuter-Stempel-Massage oder ein Bad mit warmem Öl, das mir in gleichförmigen Bewegungen über den Körper gegossen wird und der klassische mega-entspannende Stirnguss. Zum Abschluss oft eine Gesichtsmassage und -packung. Dank der wohltuenden Massagen mit Unmengen an Öl (was Vata besänftigt, das nach Flugreisen oft ins Ungleichgewicht kommt) verspüre ich so gut wie keinen Jetlag. Das in der hauseigenen Manufaktur hergestellte Kräuteröl ist individuell auf meine Konstitution abgestimmt und wird in der Kur auch immer mal wieder angepasst.

Alltag im Ayurveda Ressort

Schnell gewöhne ich mich an den Alltag im Ayurveda Resort. Es ist Luxus pur sich um gar nichts kümmern zu müssen, weder einkaufen, kochen noch putzen – man wird grandios umsorgt und das gesamte Personal ist sehr herzlich und freundlich, egal ob es die Ärzte und Therapeuten sind, die Kellner, das Housekeeping oder die Gärtner. Frühmorgens nach Sonnenaufgang weckt mich Musik des nahegelegenen Shiva-Tempels (denn wie ich von meiner Ayurveda Ärztin lerne „Gott steht früh auf“). Vor dem Frühstück gehe ich am traumhaft schönen Strand spazieren, sehe den Wellen und Fischern zu oder mache ein paar Sonnengrüße im Garten und gehe zur Meditation im Yogaraum. Anschließend nehme ich mein Frühstück gemeinsam mit anderen Gästen im offenen Restaurant ein. Alle Mahlzeiten werden frisch zubereitet und als Buffet serviert. Kleine Schilder an den köstlichen, vegetarischen Gerichten geben Orientierung, was für welches Dosha geeignet ist (Wahlweise kann man auch a la carte bestellen). Anschließend gehe ich zur täglichen Arztkonsultation, wo mein Befinden gecheckt und die Behandlung besprochen wird. Dann werde ich von meiner Therapeutin abgeholt und in einen der Behandlungsräume geführt. Nachdem ich mich umgezogen habe, dimmt sie das Licht, entzündet die Öllampe auf einem kleinen Altar und singt ein kurzes Gebet für eine gute Behandlung. Dieses tägliche Ritual stimmt mich ebenfalls darauf ein und ich gebe mich der Magie des Ayurveda hin. Auch wenn nicht alle Anwendungen angenehm sind, fühle ich mich wunderbar aufgehoben. Nach der Behandlung bekomme ich eine frische Kokosnuss zu trinken und werde erneut gefragt wie es mir geht. Nun heißt es 1 Stunde ruhen, bevor ich duschen darf. Ich lege mich in meine Hängematte und genieße den Ausblick auf den indischen Ozean. Und dann ist es auch schon Zeit zum Mittagessen. Hungrig begebe ich mich an das köstliche vegetarische Buffet und genieße ganz ayurvedisch meine größte Mahlzeit des Tages. Mein Körper findet die täglichen Mahlzeiten im gleichen Rhythmus ganz wunderbar und signalisiert das durch zuverlässiges Hungergefühl zu den Essenszeiten. Die Nachmittage bieten mir Zeit um am Pool zu lesen und ich liebe es dabei die Tiere der Umgebung zu beobachten: Vögel wie freche, krächzenden Krähen, aber auch farbenfrohe Kingfisher, Fischadler im Gleitflug, rumstolzierende Pfauen oder flirrige Kolibiris, daneben indische Streifenhörnchen und Iguanas. Alternativ kann man auch wunderbar im Schatten eines Sonnenschirms am Strand dösen, während einem die warme Meeresbrise über die Haut streicht. Ich lerne nette andere Gäste kennen und führe tolle Gespräche am Pool, beim Essen, selbst im Wartezimmer vor der Arztkonsultation. Gemeinsam unternehmen wir ab und zu Ausflüge in die nähere Umgebung, z.B. eine Bootstour durch die Backwaters, Sightseeing in Trivandrum, Spaziergänge zum nahe-gelegenen Shiva Tempel, einen Tuk-Tuk Ausflug in ein Ashram und zu einem Elefanten-Rehabilitationscenter. Ich muss mich bremsen, nicht noch mehr Sightseeing Programm in meine Tage zu packen, denn mein Fokus liegt klar auf der Kur. Spätnachmittags gehe ich öfters noch zum Yoga und am Abend genieße ich wie viele Einheimische den Sonnenuntergang am Strand. Ein köstliches Abendessen unter dem Sternenhimmel in netter Gesellschaft rundet den typischen Tag ab, bevor ich gegen 22 Uhr in meinem kleinen Bungalow unter einem Moskitonetz zum Meeresrauschen einschlafe.

Der Ablauf der Panchakarma Kur

Die erste Woche dient der Vorbereitung auf den Reinigungs-, dh. Abführtag. Durch die Ölmassagen wird der Körper angeregt Giftstoffe und Schlacken (im Ayurveda Ama genannt) zu mobilisieren. Zusätzlich darf ich einige Tage Ghee trinken (täglich ein kleiner Becher), um innerlich die fettlöslichen Gifte in den Magen-Darm-Trakt zu bringen. Als Folge der körperlichen Entgiftung habe ich die ersten Tage Kopfschmerzen und Hautunreinheiten. Dank der paradiesischen Umgebung und der Herzlichkeit der Menschen (ob im Ressort oder außerhalb) fühle ich mich dennoch sehr wohl und ertrage die Kopfschmerzen gut gelaunt. Am Abführtag selbst nehme ich einige Zeit nach einem kleinen, leichten Abendessen mein Abführmittel mit warmem Wasser ein – in meinem Fall Kräuter-Ghee. Bevor ich schlafen gehe, trinke ich heißes Wasser, bewege mich etwas und lese. Gegen 1 Uhr Nachts zeigt das Abführmittel Wirkung, ich wache mit Magengrummeln auf. Ich zähle die Toilettengänge, beobachte die Konsistenz und trinke zwischendurch immer wieder heißes Wasser. Dies erscheint uns eher ungewöhnlich, ist im Ayurveda jedoch ganz normal. Denn die Dauer des Abführens, Anzahl der Toilettengänge und Beschaffenheit der Ausscheidungen gibt den Ärzten eine Indikation über den Verlauf der Reinigung. Als ich bei der Arztkonsultation am nächsten Tag von meiner Reinigung berichte, erhalte ich ein großes Lob “Good cleaning”. Der Arzt ist zufrieden. Ich bin noch etwas matt und bekomme Schonkost, um mein Agni bzw. Verdauungsfeuer wieder langsam anzukurbeln. Während des Tages gibt es eine einfache Reissuppe mit Salz und am Abend Reis und gedünstetes Gemüse. Es ist unglaublich wie lecker eine gedünstete Karotte schmecken kann, nachdem man gereinigt ist. Eine richtige Geschmacksexplosion! Dennoch bin ich (v.a. mein Kapha-Anteil) froh, dass ich am nächsten Tag wieder normal essen darf. In den nächsten Tagen folgen weitere Reinigungsverfahren, u.a. Basthi (ein Öl-Einlauf, der den Enddarm reinigt und nährt – gut für Vata), Nasya (mit Kräutern versetztes Öl, das mir in die Nase geträufelt wird und Niesreiz verursacht – gut für Kapha), ein Augenbad mit mediziniertem Ghee (gut für Pitta). Die letzte Woche steht dann unter dem Motto des Aufbaus. Es geht darum den Körper, der nach der Reinigung wie ein “rohes Ei” ist, wieder zu stabilisieren und aufzubauen. Für mich bedeutet das neben den üblichen Öl-Massagen, aktivierende Kräuterstempel-Massagen und Kräuter-Peelings, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Meine absolute Lieblingsbehandlung ist Shirodara, der Stirnguss. Es ist unglaublich entspannend in einem gleichmäßigen Flow warmes Öl auf die Stirn gegossen zu bekommen. Es beruhigt meinen Geist ungemein, meine Gedanken stehen still und ich komme in einen tiefen Zustand der Entspannung irgendwo zwischen Wachen und Schlafen. An meinem letzten Tag bekomme ich den Stirnguss sogar mit kühlender Kräutermilch. Für mich ist die letzte tiefe Entspannung ein krönendes Abschlussgeschenk. Vor der Abreise erhalte ich auch noch eine ausführliche Abschlusskonsultation, in der mein Zustand am Ende der Kur evaluiert wird und ich Empfehlungen zur Ernährung und Inspiration, wie ich den ayurvedischen Lebensstil zu Hause weiter verfolgen kann.

Resümee

Panchakarma ist kein Wellness Urlaub und schon gar kein klassischer Urlaub, bei dem man viel Sightseeing und Programm hat, sondern eine intensive Reise zu Dir selbst. Und sie tut ungeheuer gut. Man entgiftet dabei auf allen Ebenen körperlich und mental-emotional – ein ganzheitliches Detox, super um zu entschleunigen, die eigenen Batterien wieder aufzuladen und auch Impulse für die Genesung von vielen körperlichen Leiden zu erhalten. Am Ende meiner Kur bin ich erholt, glücklich und sehr dankbar für die wundervolle Zeit hier. Für mich war es die perfekte Kombination aus authentischem Ayurveda, Ruhe und Zeit für mich und gleichzeitig der Möglichkeit in angenehmer Gesellschaft etwas von Südindien zu sehen. Ich fühle mich leichter, weil ich alten Ballast abgeben habe (körperliche Schlacken, 3kg Gewicht, aber auch Emotionen, die mir nicht mehr dienen). Gleichzeitig bin ich auch etwas traurig, dass ich wieder nach Hause muss und meine neuen Freunde zurücklasse. Aber ich weiß, meine nächste Panchakarma-Reise kommt bestimmt, da bin ich mir sicher und bekennender Wiederholungstäter!

TIPPS ZUR REISEPLANUNG

  • Wer authentisches Ayurveda im Ursprungsland erleben will ist in Südindien/ Kerala  sehr gut aufgehoben. Hier gibt es viele Angebote.
  • Bei der Suche nach einem für dich geeigneten, qualitativ hochwertigen Angebot ist ein kompetenter Reisepartner sehr empfehlenswert, z.B. ein Reiseanbieter, der sich auf Ayurveda Reisen spezialisiert hat und Dich bei der Auswahl beraten kann Ich persönlich kann Neue Wege sehr empfehlen, über die ich meine Reise gebucht habe.
  • Eine Ayurvedakur sollte mindestens 2 Wochen umfassen, für Panchakarma eher länger. Preislich muss man in Indien mit etwa 3000 € für 2-3 Wochen Kur rechnen.
  • Es ist günstig den Körper bereits vor und nach der Kur etwas darauf einzustimmen. Dies sollte Bestandteil der Reiseplanung sein und wird von guten Ayurveda-Anbietern mit berücksichtigt.
  • Wer rund um seine Kur noch etwas mehr von Indien sehen, reisen, Land & Leute kennen lernen will, sollte das vor der Kur tun, nicht im Anschluss.
  • Wer sich mit feucht-heißem Klima schwer tut, sollte lieber im Dezember/Januar nach Südindien reisen, wenn die Temperaturen etwas angenehmer  sind. Wer kühlere Temperaturen bevorzugt und sich die weite, anstrengende Anreise sparen will, findet auch in Europa und Deutschland tolle Angebote (diese sind meist jedoch etwas teuerer).

Zurück im Alltag – was nun?

Eine Ayurveda Kur bietet einen super Ausgangspunkt, um das neu gewonnene Körpergefühl, die gesunden Essensgewohnheiten, Entspannung etc. auch zuhause beizubehalten. Meine Tipps, wie du dran bleiben und ayurvedische Gewohnheiten einfach in deinen Alltag bringen kannst, findest Du in diesem Blogbeitrag und mehr dazu auch in der “Da ist Gold drin”- Podcast-Folge, bei der Dana mich dazu interviewed hat. Daneben haben wir noch ein großartiges Goodie für alle Hörer dieser Podcast Folge, die schon immer mit einer Ayurvedareise geliebäugelt haben: Ihr bekommt 10% Rabatt auf den Gesamtreisepreis, wenn ihr eine Ayurvedareise über unseren Kooperationspartner Neue Wege Reisen bucht und bei Eurer Buchungsanfrage das Stichwort “Ichgold” angebt. Den Code könnt ihr bei eurer ersten Ayurveda-Kur Buchung noch bis Ende Juni 2019 bei Neue Wege einlösen.

Über die Autorin

Bei Stephanie lernst Du wie Du die ayurvedischen Prinzipien trotz hohem Perfektionsanspruch und sogar in einen stressigen Berufsalltag in einem Großkonzern integriert bekommst. Sie macht die manchmal verrückt erscheinenden Gewohnheiten für Dich verständlich und vor allem die Umsetzung realistisch. Als Ayurveda Lifestyle Coach und Team-Mitglied der Ichgoldfamilie ist es ihre Absicht Ayurveda möglichst leicht verdaulich an den Mann (und die Frau) zu bringen. Seid 2016 ist sie bei Ichgold mit an Bord und im Team, so wie in den Kursen „Tellergold” und dem “Ichprojekt“ mit ihrem strategischen Pitta und dem liebevollen Kapha nicht mehr wegzudenken.

 Kennst du das auch? Du warst bei einem Workshop oder hast ein tolles Buch gelesen und bist mega-motiviert mit den tollsten Vorsätzen, um etwas Neues in deinen Alltag zu integrieren, z.B. mehr Sport machen oder du
willst ab sofort täglich meditieren oder gesünder essen. Du weißt, dass es gut für dich wäre und wie es geht – also theoretisch.

So ging es mir mit meinen Vorsätzen nach meiner ersten Ayurvedakur vor 6 Jahren in Sri Lanka. Ich hatte dort erlebt, wie gut es mir tat mich gesünder zu ernähren, täglich zu meditieren und Yoga zu machen. Adios ständige Erkältungen, Heuschnupfen, Hautprobleme und Stress! Nach 3 Wochen Kur fühlte ich mich wie neu geboren, voller Energie und Leichtigkeit. Mit ausführlichen ayurvedischen Empfehlungen zum Tagesablauf und einer detaillierten Dosha-gerechten Lebensmittel-Liste (was ich alles essen sollte und was nicht) im Gepäck kam ich wieder nach Deutschland zurück. Und nahm mir vor all das direkt im Alltag umzusetzen. Und zwar so richtig.

Die erste Woche hielt ich voll motiviert durch, aber schon  2-3 Wochen später… Pustekuchen. Bald war ich wieder in meinem alten Trott angelangt gestresst von vielen Überstunden im Büro, aß ungesund, machte wenig Yoga, von Meditation ganz zu schweigen. Und zurück kamen die Allergien und ständigen Infekte.

Mittlerweile bin ich schlauer und habe u.a. durch meine Arbeit mit Dana gelernt, wie ich ayurvedische Gewohnheiten nachhaltig und vor allem einfach in meinen Alltag bringe. Als ich dieses Jahr nach einer weiteren wunderbaren Ayurvedakur in Indien zurück nach Hause kam, fiel es mir so viel leichter die gesunden Gewohnheiten von dort beizubehalten.
 

Hier sind meine Top 5 Tipps um eine neue Gewohnheit zu integrieren

(Du kannst sie für alle Bereiche anwenden, ob es um mehr Sport, Yoga, besser Essen oder täglich meditieren etc. geht)
 

  1. Fang da an wo du stehst und mach mini-kleine Schritte in die Richtung – so klein, dass es dir fast schon lächerlich scheint
    Das heißt, wenn dein Ziel z.B. ist mehr Gemüse zu essen (und weniger Fleisch), Du aber bisher täglich Fleisch gegessen hast. Dann ist dein 1. Schritt vielleicht die Menge an Gemüse pro Mahlzeit größer zu machen, während du das Fleisch erstmal beibehältst. Ist das leicht, reduzierst du die Menge an Fleisch, bevor du vielleicht jeden Tag eine Mahlzeit hast, bei der Du gar kein Fleisch und viel Gemüse isst.
  2. Mach das dafür kontinuierlich – an 4 von 7 Tagen
    Das heißt, du isst an 4 Tagen in der Woche mehr Gemüse (während du an 3 Tagen deine alte Ernährung beibehältst). So übst du deine neue Gewohnheit und es wird für deinen Verstand normaler.
  3. Und zwar entspannt (oder wie Dana sagen würde “Relax und bloß nicht komisch werden!”)
    Das heißt es geht nicht darum, deine neue Gewohnheit immer und perfekt zu machen. Mach’ Ausnahmen und iss im Urlaub täglich Schnitzel mit Pommes (Pommes zählen ja irgendwie auch zu Gemüse 😉 und mach deine neue
    Gewohnheit wieder, wenn du zurück im Alltag bist.
  4. Beobachte und höre auf dein Körpergefühl!
    Das heißt, statt dir pauschale Regeln oder Verbote aufzuerlegen, ist der wichtigste Maßstab wie, du dich fühlst. Z.B. Geht es dir gut nach einer Mahlzeit oder liegt sie schwer im Magen, du bekommst Blähungen oder wirst müde? Beobachte über die Zeit, was dir gut tut und was nicht.
  5. Hol dir Unterstützung!
    Das heißt, such dir einen Commitment Partner, der dich an dein Ziel erinnert und dir hilft am Ball zu bleiben, wenn du mal einen Durchhänger hast. Das kann eine Freundin sein oder eine Gruppe mit der du dich verabredest.

Oder nutze uns dafür. In Tellergold zeigen wir dir wie es geht und supporten dich auf deinem Weg. Mehr
Infos zu Tellergold

Und wenn Du erfahren möchtest, wie eine authentische Panchakarma Kur in Indien so abläuft, findest du dies in meinem ausführlichen
Reisebericht zur Ayurvedakur.

Über die Autorin

Bei Stephanie lernst Du wie Du die ayurvedischen Prinzipien trotz hohem Perfektionsanspruch und sogar in einen stressigen Berufsalltag in einem Großkonzern integriert bekommst. Sie macht die manchmal verrückt erscheinenden Gewohnheiten für Dich verständlich und vor allem die Umsetzung realistisch. Als Ayurveda Lifestyle Coach und Team-Mitglied der Ichgoldfamilie ist es ihre Absicht Ayurveda möglichst leicht verdaulich an den Mann (und die Frau) zu bringen. Seit 2016 ist sie bei Ichgold mit an Bord und im Team, so wie in den Kursen „Tellergold” und dem “Ichprojekt“ mit ihrem strategischen Pitta und dem liebevollen Kapha nicht mehr wegzudenken.

Als ich noch Yoga unterrichtet habe, war ich immer erstaunt von dem Vertrauen, was mir von meinen Yogaschülern entgegengebracht wurde. Ich wurde oft nach dem Kurs gefragt, nach Tipps gegen Zipperlein, zum Thema Ernährung und vieles mehr. Es scheint so, als ob man in den Augen der Schüler irgendwie automatisch einen Expertenstatus nicht nur in der Asanaarbeit, sondern auch in allen möglichen anderen Bereichen hat. Mich hat das irgendwie immer geehrt, und gleichzeitig geängstigt. Es schien mir eine sehr große Verantwortung zu sein und irgendwie auch eine tolle Möglichkeit.

Ich habe also, wie viele Yogalehrer, begonnen mich immer weiterzubilden in den Bereichen, zu denen ich gerne etwas sagen können wollte, wenn ich gefragt wurde. Die Krux an der Sache ist natürlich, und auch das habe ich schon von vielen gehört… das Feld ist so weit, dass es eigentlich keine Möglichkeit gibt, dem eigenen Anspruch an Expertise gerecht zu werden. Einige von uns verfangen sich dann in dem nächsten und dem nächsten und dem nächsten Zertifikat. Obwohl wir eigentlich schon mindestens 30 Jahre im Himalaya für die Erleuchtung meditiert haben müssten…

Tja, das ist halt wie immer unser Monkey Mind, der uns antreibt. Und so sehr das natürlich Quatsch ist, so toll ist es auch gleichzeitig, die Möglichkeit als Yogalehrer zu nutzen, einen wirklichen Unterschied in der Gesellschaft zu machen. Denn haben wir die Expertise, können wir als Yogalehrer in dem Leben unserer Schüler einen weitaus größeren Unterschied machen, als nur auf der Yogamatte.

Bei mir kommt da natürlich sofort Ayurveda ins Spiel. Im Gegensatz zum Yoga, was aus den Schriften als die Wissenschaft des Geistes hervorgeht, ist Ayurveda, die Schwesternwissenschaft des Yoga, eher die Wissenschaft des Körpers. Obwohl ich sagen muss, beides ist für beide Bereiche sensationell. Deshalb freue ich mich über jeden Yogalehrer, der bei uns tiefer ins Ayurveda einsteigt und bin mega über meine liebe Kollegin Janna Scharfenberg inspiriert, die genau diesen Ansatz verfolgt. Auch sie ist ein großer Freund davon, Dir ein gesünderes und inspiriertes Leben in Fülle zu ermöglichen und bildet Yogalehrer darin aus, Ayurveda in ihrem Business zu nutzen, um eine Armee an Undercoveragenten für eine gesündere und glücklichere Gesellschaft auszubilden. So rollen wir das Feld von hinten auf, dass wir alle gemeinsam diese schlauen, einfachen und anwendbaren Tools und Systeme für uns anwenden lernen.

Ich habe in Janna eine Seelenverwandte gefunden und freue mich riesig, heute das Podcast-Interview mit Dir teilen zu können. Es ist wieder eine Doppelfolge. Die erste findest Du bei Ihr (https://in-good-health.com/tag/podcast/), die wurde am Dienstag veröffentlicht. Und die von uns ist von heute. Für alle Yogis, Yogalehrer und Menschen, die finden, gesund zu bleiben ist schöner als Krankheit zu heilen.

Hör’ mal rein!

Konkret lernst Du…

  • Warum die Schulmedizin und Ayurveda sich nicht widersprechen, sondern die perfekte Ergänzung sind.
  • Die Rolle der Prävention aus schulmedizinischer Sicht und was Ayurveda dazu sagt.
  • Wie Krankheiten entstehen und was Dein Darm damit zutun hat.
  • Was Stress im Körper für Prozesse auslöst und was diese zur Folge haben.
  • Was Zucker für eine Rolle spielt und warum es so wichtig ist einerseits den Zuckerkonsum zu steuern und andererseits, wie man das macht.
  • Was Zuckerersatzstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind und wie der Blutzucker darauf reagiert.
  • Außerdem, wie Yoga und Ayurveda zusammenhängen und wie man als Yogalehrer Ayurveda nutzen kann.

Du hast alles, was Du brauchst!
Satnam – Baby. Die Weisheit liegt in Dir.
Deine Dana

Kostenloser Ernährungskurs: https://ichgold.de/tellergold-launch-intro/
Kostenloser Stoffwechselkurs: https://ichgold.de/stoffwechselkurs
Instagram: @ichgold
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Ayurveda Lifedesign Gruppe : http://bit.ly/2fyNyFA
Website: https://ichgold.de/

Wir sind gerade dabei, das ganze Material unseres Online Coaching Kurses, dem Ichprojekt neu zu produzieren. Ich liebe diesen Kurs und es bringt total Spaß, alles neu zu machen. Da freut sich mein Vata, was Veränderungen liebt. Wir haben ganz tolle Einführungsvideos gemacht, davon eins ganz besonders zum Thema “das Mindset, was Du brauchst, um den Kurs optimal zu nutzen” und ich dachte, ich teile mal mit Dir einen Aspekt, über den ich in dem Video erzähle.

Und zwar – höre nicht auf Dein Bauchgefühl! Das ist natürlich etwas absurd, da ich ja generell dafür stehe… höre nach innen, finde Zugang zu Deiner Intuition und die Weisheit liegt in Dir. Und da geht es natürlich total darum, auch seine Gefühle wahrzunehmen und sie als Ausrichtung zu nutzen. Es gibt aber eben dieses Bauchgefühl, was wir zur Ausrichtung nutzen, aber eben konträr zu dem, was es uns eigentlich zu kommunizieren versucht!

HÄ?! Verstehe ich nicht.

Pass auf. Du kennst sicher dieses Gefühl, was sich einstellt, wenn es um etwas Großes geht. Du fragst Dich, ist er der Richtige… soll ich diesen Job weitermachen oder einen anderen wählen… soll ich jetzt wirklich der Lehrerin meines Kindes sagen, dass das gar nicht geht, was da abläuft… kann ich meinem Chef sagen, dass wir etwas ändern müssen…

…und Dein Gefühl sagt ganz klar und eindeutig “NEIN”!!! Es gibt Dir unmissverständlich zu verstehen, dass das nun wirklich zu risikoreich ist!

Und das ist der Zeitpunkt, an dem Du diesem Gefühl auf keinen Fall folgen solltest! Denn dieses Gefühl ist ein Ausdruck Deiner Komfortzone. Ein Grummel, Drücken oder Stechen im Bauch, welches versucht Dich zurück zu halten, dort, wo alles gemütlich und bekannt ist.

Allerdings liegt Deine Lebendigkeit, das Leben und all die ungeahnten, nicht ausgeschöpften Möglichkeiten, Dir Dein Wunschleben zu erschaffen, hinter diesem Gefühl. Ist ja klar, das gibt es nur außerhalb der Komfortzone, nämlich in der Lernzone.

Die Frage ist also, bezogen darauf, wo du jetzt gerade stehst… ist das Gefühl ein Komfortzone-Verlassen-Gefühl? Dann spring´ trotzdem und die guten Gefühle werden folgen. Versprochen! Es kann natürlich auch sein, dass das Gefühl von einem anderen Standpunkt aus kommt, aber das würde jetzt zu weit führen. Aber ich habe zum Thema “Entscheidungen treffen” gerade eine Podcast-Folge aufgenommen, in der es genau darum geht. Was ist die Grundlage Deiner Entscheidungen und wie kannst Du Dich optimal ausrichten und Dir Entscheidungen Treffen leichter machen!

Konkret geht es darum…

…warum Du über Argumente und Pro-und Contra-Listen nicht zum Ergebnis kommst
…was der Preis ist, den Du bezahlst, wenn Du Dich nicht entscheidest.
…und warum Du Dich eigentlich gar nicht nicht entscheiden kannst.
…was unsere größte Befürchtung ist und wie Du sie umgehen kannst.
…woran Du Deine Entscheidungen ausrichten kannst und was es dafür braucht.
…welche powervolle Frage Du Dir stellen kannst um Dich auszurichten.
…wer die beste Person ist, die Dir IMMER die richtige Antwort liefert!

DAS ICHPROJEKT: https://ichgold.de/ichprojekt
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Ein soooo wichtiges Thema! Hör’ rein und triff ab sofort Entscheidungen leichter!
Du hast alles, was Du brauchst.
SatNam – Baby. Die Weisheit liegt in Dir.
Hab’ einen großartigen Tag.
Deine Dana

 

PS: Wir haben noch ein paar wenige Plätze frei im Ichprojekt, wo wir in die Vollen gehen und Du lernst wirklich in Deine Kraft zu kommen. Also einerseits physiologisch für Dein optimales Gewicht, Stoffwechsel, Schlaf, Immunsystem und Co, und andererseits, lernst Du Grenzen zu setzen, Dich wichtiger zu nehmen, netter zu Dir zu sein und eine ganz stabile Verbindung zu Deiner inneren Weisheit und Deiner Intuition aufzubauen. So, dass Du mit Leichtigkeit die Ergebnisse in Dein leben ziehst, die Du Dir wünschst. Bock?

Dann sei schnell… hier sind alle Infos. Und wir können gerne dazu auch noch mal kurz kostenlos telefonieren. Melde Dich bei mir!

 

Ich bin ja gerade im Aufbau nach meiner Fastenphase. Ich habe jetzt eine Woche ayurvedischen Kichari-Detox gemacht und dann zwei Wochen nix gegessen. I love it. Was ich besonders an diesen Detoxphasen genieße, ist die Klarheit und das Maß an Energie und Inspiration, die frei wird in meinem System. Ich brauche weniger Schlaf, bin frisch und wach. Natürlich nicht immer. Es gibt auch Momente, in denen der Kreislauf ein bisschen Unterstützung braucht und in denen die Muskeln müde sind. Aber, gerade wenn der Körper schon detoxerfahren ist, hat man suuuuuper viel Energie. (Unsere Detox-with-friends-challenge war super schön und läuft jetzt am Mittwoch aus. Aber wir werden das auf jeden Fall im Herbst nochmal machen!)

Man würde ja denken, wenn man dann anfängt wieder zu essen, wird es nur noch besser. Aber nein, weit gefehlt. Der Körper braucht jetzt Zeit um sich von innerer Ernährung wieder auf äußere Ernährung umzustellen und ist zunächst, jedes mal, wenn etwas zu Essen rein kommt, erstmal überrascht. Das heißt, wenn ich jetzt etwas gegessen habe, fühle ich mich nicht besser und mit noch mehr Energie, sondern erstmal etwas schlappi. Da braucht man, vor allem, wenn man eine etwas schwächere Verdauung hat wie ich, Geduld, Zeit und Tricks um den Verdauungsmotor wieder auf Betriebstemperatur zu bringen.

Worauf ich hinaus will ist… mir wird gerade nochmal so richtig bewusst, wie sich die meisten Menschen nach dem Essen fühlen. Wie das klassische Nachmittagstief oder generell dieses Gefühl von “keine Kraft”… “schlapp”… “müde” am Tage ist. Das kenne ich so in der Form gar nicht mehr. Mein Mitgefühl war geweckt! Und da dachte ich, ich muss mal eine Folge zum Thema Energiehaushalt aufnehmen. Denn auf den hat der Stoffwechsel einen krassen Einfluss. Gesagt, getan… et voilà! Der neue Podcast, für alle die, die keinen Bock mehr darauf haben, sich morgens aus dem Bett zu quälen und durch den Tag zu schleppen.

Konkret geht es darum…
…was Dein Stoffwechsel mit Deinem Energiehaushalt zu tun hat und was Du beachten musst.
…was ein Stoffwechselzyklus ist und wie Du ihn erkennst.
…wie Du das nutzen kannst um ohne kompliziertes Wissen den Stoffwechsel zu unterstützen, seine Arbeit zu machen.
…was Dein Kopf mit Deinem Energiehaushalt zu tun hat und wie Du bewirkst, dass er für mehr Energie sorgt.
…wieso Luftlöcher manchmal wichtige Informationen für uns bereithalten, wenn wir sie richtig nutzen.
…was der Gesund- und Jungbrunnen für alle Deine Zellen ist und wie sich der bei den Konstitutionstypen leicht unterscheidet.
…ein einfaches Wochenexperiment was Du sofort starten kannst, für mehr Energie.

DAS ICHPROJEKT: https://ichgold.de/ichprojekt
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Es ist ganz einfach. Es ist ganz viel drin. Hör’ rein und lass’ mich wissen, wie Deine Experimente laufen!!
Du hast alles was Du brauchst.
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Hab’ einen großartigen Tag.
Deine Dana

Wenn ich gestresst und angestrengt bin, kriegen davon in der Regel meine Lieben auch etwas ab. So gerne ich auch erzählen würde, dass es anders ist, wenn ich durcheinander bin, bin ich ungeduldiger und pingelig auch mit allen anderen. Dann ärgere ich mich darüber, dass Matthias nicht das tut, was ich finde das richtig ist, mäkele an den Kindern herum, weil sie zu laut, zu unordentlich oder überhaupt gerade da sind und etwas von mir wollen. Also kurz gesagt – ich bin unausstehlich.

Und vielleicht kennst Du das auch, Du bist dann nicht nur für die anderen unausstehlich, sondern findest Dich selber auch total doof. Ich finde das furchtbar und strebe daher nach “so oft wie möglich im Gleichgewicht sein” an. Denn wenn es mir gut geht, bin ich viel geduldiger, liebevoller und ermächtigender (eines meiner Lieblingsworte, was so viel heißt wie empowernd – aus dem Englischen) mit den Menschen, die mich umgeben und bringe mich mehr so zum Ausdruck wie ich gerne sein möchte. Nicht nur deshalb, aber auch deshalb ist mir mein Gleichgewicht heilig und ich habe Strukturen und Gewohnheiten etabliert, die dafür sorgen, dass ich mich aus den trubeligen Anforderungen des Alltags immer wieder in meine Mitte zurück holen kann. Automatisch!

Wenn ich im Ungleichgewicht bin, bin ich hauptsächlich mit dem Ungleichgewicht beschäftigt. Ich bin in Konflikten mit meinen Mitmenschen, habe Schmerzen in meinem Körper, bin müde und abgeschlagen oder sogar krank. Das nimmt mir total viel Kapazität, mich auszurichten. Ich bin so mit Kram beschäftigt, dass meine Absicht, meine Vision und das, was ich so erreichen möchte, in den Hintergrund rückt, beziehungsweise deutlich weniger Energie dafür übrig bleibt. So krass! Und bahnbrechend. Denn es wird alles – und ich meine ALLES – so viel einfacher, wenn wir nicht nur in unserem körperlichen, sondern auch mental-emotionalen Gleichgewicht sind!

Und dazu gibt es einen neuen Podcast! Der Podcast heißt “Wieso Ayurveda die Lösung für (fast) all Deine Probleme ist”

Du erfährst…

  • Die drei Gründe, warum es heute schwerer ist glücklich zu sein und was Ayurveda dazu sagt.
  • Wie Du Schritt für Schritt den Weg zu Dir selbst findest.
  • Wie Dein Körper und Dein Kopf es Dir entweder schwer machen, oder Du sie nutzt um Dein Potenzial zu leben.
  • Was Deine Lebensvision mit Deinen heutigen Problemen zu tun hat.
  • Welches der optimale Zustand ist um Dir jeden Tag das Leben zu erschaffen das Du Dir wünschst und was es dazu braucht.
  • Welche einfache Lösung es für diese Misere gibt.

DAS ICHPROJEKT: https://ichgold.de/ichprojekt
Kostenloser Ernährungskurs: https://ichgold.de/tellergold-launch-intro/
Kostenloser Stoffwechselkurs: https://ichgold.de/stoffwechselkurs
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Ayurveda Lifedesign Gruppe: http://bit.ly/2fyNyFA
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Hier geht’s zum Podcast auf Spotify

Ich hoffe Du kannst eine Menge mitnehmen und die Folge inspiriert Dich zu mehr Gleichgewicht und dem Weg zu Deinem vollen Potenzial.

Du hast alles, was Du brauchst.
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Hab’ noch einen großartigen Tag.
Deine Dana

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